Spanisches Flair trotzt Wetterachterbahn

Ein Schüleraustausch ist weit mehr als eine bloße Reise; er ist eine Brücke zwischen Kulturen, die Vorurteile abbaut und echtes Verständnis im gemeinsamen Alltag schafft. Indem Jugendliche in das Leben einer Gastfamilie eintauchen, verwandelt sich das abstrakte Europa in lebendige Freundschaften und geteilte Erinnerungen. Vom 19. bis zum 26. März durfte das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) wieder Gäste des Instituto Calderón de la Barca aus Pinto begrüßen. Nachdem der Empfang im Rathaus bei Bürgermeister Julian Christ bereits die offizielle Wertschätzung dieser seit 2011 bestehenden Partnerschaft unterstrich, stand die Woche im Zeichen des Miteinanders. „Der Austausch zwischen Spanien und Deutschland macht Europa im Kleinen erlebbar und stärkt das Verständnis zwischen unseren Kulturen. Es freut mich sehr, dass Gernsbach seit vielen Jahren Teil dieses Programms ist“, betonte Bürgermeister Julian Christ während des im Rahmen des Austauschs geplanten Rathausbesuchs, bei dem die 13 spanischen und 14 deutschen Jugendlichen Einblicke in die Arbeit der Stadtverwaltung erhielten.

Der Freitag startete nach dem offiziellen Teil sportlich und lehrreich: Die deutschen Schüler führten ihre Gäste durch Gernsbach, gefolgt von Teambuilding im Waldklassenzimmer und einem Einblick in den hiesigen Mathematikunterricht. Das Wochenende gehörte ganz den Familien, in die die europäischen Gäste untergebracht waren, wobei eine gemeinsame Feier am Samstagabend bei der ehemaligen Schülerin Vanessa in Gausbach – die das ASG zwar zum Halbjahr verlassen hatte, der Gruppe aber verbunden blieb – ein besonderes Highlight darstellte.

Die darauffolgende Woche führte die Gruppe zu den kulturellen Perlen der Region: Am Montag stand das malerische Heidelberg auf dem Programm, gefolgt von Baden-Baden am Dienstag – literarisch gesprochen kam man also von Eichendorff bis Dostojewski. Der Mittwoch führte nach Karlsruhe, wo das ZKM und eine Stadtrallye das Programm abrundeten, bevor der Abschied mit einem Burgergericht im märchenhaften „Hans im Glück“ begangen wurde.

Neben der Gastfreundschaft sorgte vor allem das Wetter für Erstaunen. Während Montag und Dienstag noch bei strahlendem Sonnenschein und 17 Grad genossen wurden, erlebten die Gäste am Mittwoch einen massiven Temperatursturz, dem die Spanier aber mit Temperament erfolgreich trotzten. Der Donnerstagmorgen verabschiedete die Gruppe schließlich mit frostigen Temperaturen und Schnee in den Höhenlagen – ein kontrastreiches Finale für eine Woche voller neuer Eindrücke.

 

Artikel von Sebastian Arnold und Gabi Guth

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